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STOPPOK
w.e.l.l.n.e.s.s.

Die Festung
Text & Musik: S. Stoppok

Er sitzt in seiner Festung
eingemauert in die Erinnerung
jede Bewegung kommt ganz weit
weit aus der Vergangenheit
der Tisch das Bild die Zigaretten
der Küchenduft ja sie hätten
ihn sehen soll’n wie er früher war
nichts ausgelassen ja ja ja

Und er träumt von vergangenen Zeiten
die Gegenwart ist für ihn nur ’ne Last
und die Zukunft hat er lang schon verpaßt

Er liegt auf seinem Sofa
das Fernsehen läuft und strahlt ihn an
er schaut auf die Tapeten
weil er sich darin am besten sehen kann
das schöne Muster der beige Ton
kennt einer eigentlich die Geschichte schon...

Sie spielt in vergangenen Zeiten
die Gegenwart ist für ihn nur ’ne Last
und die Zukunft hat er lang schon verpaßt

Er steht an seinem Fenster
draußen sieht alles verändert aus
drinnen die alten Gespenster
mit denen hält er’s noch am besten aus

Und er träumt von vergangenen Zeiten
die Gegenwart ist für ihn nur ’ne Last
und die Zukunft hat er lang schon verpaßt
es sind die alten Bilder die ihn begleiten
das Neue bleibt vor der Tür steh’n
er will’s nicht sehen


Tanz
Text: T. Roos/ S. Stoppok, Musik: S. Stoppok

Die andere Sprache der andere Stil
Die andere Meinung das andere Gefühl
Die endlose Wüste das ewige Eis
Das Verlangen nach Macht um jeden Preis

Alles hat mindestens zwei Seiten
Auf einen Erfolg kommen tausend Pleiten
Du machst auf cool und suchst Wärme
Du bist nah dran du schaust in die Ferne

Beweg dein Herz zum Hirn
Schick beide auf die Reise
Tanz, tanz, tanz, aber dreh dich nicht
Dreh dich nicht im Kreise

Aufgaben lösen oder nicht
Keine Frage von Cleverness eher der Sicht
Hält die Welt dich gefangen oder gibt sie Dir Halt
Interessiert Dich Dein Nachbar oder läßt er Dich kalt
Wie das meiste was Dir auf dem Bildschirm erscheint
Und du nur reagierst weil irgendwer meint
Daß man dieses oder jenes jetzt gut finden muß
Und Du Dir das reinziehst bis zum Schluß
Dann da sitzt völlig gelähmt
Wie ein Tiger im Zirkus endgültig gezähmt

Erzähl‘ was von Dir was Dich wirklich berührt
Und dem der Dir zuhört nicht die Kehle zuschnürt
Denn wenn um Dich rum alles erstickt
Kriegst Du auch keine Luft mehr...
Die Angst vor der Blöße die Angst vor dem Tod
Reicht für’n Leben als verklemmter Idiot


Hauptsache gesund
Text: S. Stoppok, Musik: R. Worthy/ M. Schulz/ S. Stoppok

Wir laufen uns die Füße platt
Wir haben ein Problem
Wir suchen was doch haben wir
Beim Suchen kein System

Wir laufen mal hier wir laufen mal da
Wir laufen durch Feld und Flur
Doch von dem was wir suchen
Fehlt uns jede Spur

Das ist ja auch kein Wunder wie soll es denn auch sein
Keiner weiß was es ist keiner macht sich ein‘ Reim
Nur eins ist klar wir wissen nicht mal
Ob es eckig ist oder rund – Hauptsache wir sind gesund

Der eine sucht auf den
Höchsten Bergen die es gibt
Weil er der festen Meinung ist
Daß es weit oben liegt

Andere sagen auf dem Grund
Des Meeres muß es sein
Und tauchen immer tiefer
In das Meer hinein

Alle warten auf ein Wunder es muß doch irgendwo sein
Doch keiner weiß was es ist keiner macht sich `nen Reim
Nur eins ist klar wir wissen nicht mal
Ob es eckig ist oder rund – Hauptsache wir sind gesund

Gestern abend oder vielleicht
War es gestern früh
Da dachte ich ich hab’s
Ich dachte Junge du bist ein Genie

Da war was was so aussah
Als würde es gesucht
Doch eh ich es mir schnappen konnte
War’s weg und ich hab geflucht

Doch das ist ja auch kein Wunder wie konnt es denn auch sein
Ich wußte ja nicht daß es das war
Mir fiel es ja nicht gleich ein
Nur eins ist klar wir wissen nicht mal
Ob es eckig ist oder rund – Hauptsache ich bin gesund

Ein Wort
Text: B. Conrads, Musik: S. Stoppok

Seitdem du nicht mehr bei mir bist
Seitdem weiß ich was Winter ist
Eiseskälte die die Seele frißt
Trübe Tage grau und trist
Endlose Nächte und Dunkelheit
Winter dauern `ne Ewigkeit

Ohne Grund hab ich dir weh getan
Der Tag an dem die Kälte kam
Keine Frage es war meine Schuld
Schlechte Laune und Ungeduld
Und eine zugeknallte Tür
Glaub mir ich hab bezahlt dafür

Ein Wort von dir und der Schnee der schmilzt
Und es wird Frühling wenn du willst

Seitdem du nicht mehr bei mir bist
Hab ich vergessen was Wärme ist
Die Blumen draußen sind verschneit
Und ich vermisse `ne Jahreszeit
Ist es Voodoo oder Hexerei
Der Herbst kam diesmal schon im Mai

Ein Wort von dir und der Schnee der schmilzt
Und es wird Frühling wenn du willst

Mit kalten Füßen im kalten Schnee
Das Eis das glitzert und ich seh‘
Meinem Atem nach wie er verweht
Frage mich wie es dir wohl geht
Wenn du mich riefst ich käm‘ sofort
Auf der Stelle zu Fuß nur ein Wort

Ein Wort von dir und der Schnee der schmilzt
Und es wird Frühling wenn du willst


Heut nacht
Musik: S. Stoppok, Text: D. Dziuk/ S. Stoppok

Heut‘ nacht retten wir beide die ganze Welt
Komm wir wechseln die Seiten
Und legen uns zusamm‘ hier in die Mitte
Warum soll’n wir uns streiten
Dadurch wird nichts besser also bitte
Schließlich haben wir ein‘ Geheimauftrag
Vom Mann im Mond persönlich
Und auch die Sonne an diesem Tag
Schien sehr versöhnlich

Heut‘ nacht retten wir beide die ganze Welt

Wir zeigen den Staaten wie das im Kleinen geht
Im wahrsten Sinn des Wortes G L O B A L
Auf daß ein Funke von uns rüber weht
Wir machen das ganz entspannt und quasi bilateral

Heut‘ nacht retten wir beide die ganze Welt
Auf daß ein Funke überspringt

Von diesem Zimmer zu einem anderen Zimmer
Im nächsten Haus
Vom nächsten Haus zu einem anderen Haus
Im nächsten Block
Vom nächsten Block zu einem anderen Block
In der nächsten Stadt
Von der nächsten Stadt zu einer anderen Stadt
Im nächsten Land
Vom nächsten Land zu einem anderen Land
Im nächsten Kontinent
Vom nächsten Kontinent zu einem anderen Kontinent
In dieser Welt
Von dieser Welt zu einer anderen Welt
I n d i e s e m Z i m m e r

Heut‘ nacht retten wir beide die ganze Welt


Die Gladiatoren
Text & Musik: S. Stoppok

Wir sind die Sieger wir sind Gladiator’n
Niemals verlier’n haben wir uns geschwor’n
Alles was uns mal im Wege stand
Ob ein alter Krüppel oder ein ganzes Land
Haben wir einfach beseitigt daß es uns nicht mehr stört
Alles wir tun ist nie verkehrt

Wir schwenken die Fahnen wir wetzen die Messer
Ist der Feind erst begraben geht es uns besser
Andere besiegen ist unsere Natur
So sind wir gebor’n das ist Leben pur

Wir sind die Sahne wir bleiben oben
Dafür werden wir immer den Herrgott loben

Wir haben kein Mitleid mit den Barbaren
Die dreckigen Lumpen soll’n zur Hölle fahren
Sie haben kein Recht auf dieser Erde
Frei rum zu laufen diese stinkende Herde

Die haben bald nichts mehr zu lachen
Wir wissen genau wie wir sie fertig machen
Wir töten die Kinder und nehm’n ihre Frau’n
In Ketten gelegt dürfen sie uns dann zu schau’n

Wir sind die Sieger...


In 25 Jahren
Text: D. Dziuk, Musik: S. Stoppok

An dich denk ich noch in fünfundzwanzig Jahren an dich denk ich noch
An dich denk ich noch haben mich die Wölfe überfahren an dich denk ich noch

Ich denk an dich wenn niemand sich mehr in irgendwas hier verliebt
Ich denk an dich wenn die Geier verschwinden weil’s nichts mehr zum mitnehmen gibt

An dich denk ich noch wenn der Mond sich verzieht an dich denk ich noch
An dich denk ich noch wenn mein Ruf vor mir flieht an dich denk ich noch

Ich denk an dich wenn Echos verklingen von Festen und Nächten im Rausch
Wenn Fremde das Neueste vom Tage mir bringen doch ich nichts mehr habe zum Tausch

An dich denk ich noch aus der Ferne selbst da wo man nichts mehr erfährt
An dich denk ich noch wenn nur stumm `ne Gestalt in `nem Mantel sich nähert

An dich denk ich noch in hundertfünfzig Jahren an dich denk ich noch
Wenn Irrtümer wegfall’n die unwichtig waren an dich denk ich noch

Ich denk an dich wenn die Dämme brechen und niemand hat’s mehr in der Hand
Ich denk an dich wenn Sturmglocken läuten und jedermann flieht in Richtung Land

An dich denk ich noch wenn niemand mehr da ist – die Landschaft vereist
Und der Geist einer Kindheit zum Abschied noch mal über Schneefelder reist


Viel zu schön
Text & Musik: S. Stoppok

Viel zu schön hier auf der Erde viel zu schön für ein Leben in der Herde ich laß sie zieh’n ganz egal wohin

Die bunten Schilder soll’n dir sagen wo’s hier lang geht wenn du zu lange drauf schaust merkst du wie sich dein Kopf dreht und was drauf steht ist verschwommen und nicht zu erkennen
Doch die Leute um dich rum fangen einfach an zu rennen und du fragst dich du fragst dich wo renn‘ die hin
Jeder der an dir vorbei läuft riecht lecker nach Parfüm aufgestylt wie Harry und du fragst dich wieder wo renn‘ die hin

Bei allen Seuchen dieser Erde ich schwör dir das ist nicht deine Herde laß sie zieh’n egal wohin

Starre Blicke du weichst aus damit man dich nicht umrennt fühlst dich einsam weil dich keiner mehr erkennt
Hak’s einfach ab und schau selber wo es für dich lang geht du wirst ein‘ Weg finden wo wahrscheinlich gar nichts draufsteht
Hast du einen gefunden von dem du meinst den könnt‘st du geh’n renn nicht gleich los bleib vielleicht erst mal noch steh’n
Konzentrier‘ dich gut und wenn du gehst geh langsam laß dich ruhig überholen geh weiter langsam und sing dabei

Viel zu schön hier auf der Erde viel zu schön für ein Leben in der Herde ich laß sie zieh’n ganz egal wohin


Herzattacke
Text & Musik: B. Conrads, D. Dziuk, S. Stoppok

So’n Glück wie du möchte ich auch mal haben so `ne Frau so’n Haus so’n Job so’n Wagen
So `ne Menge Zaster ich weiß nicht wie du das angestellt hast du Finanzgenie

Wo warst’n Samstag so um den Dreh um Stuttgart rum oder Genfer See
So `ne Yacht is‘ auch nich‘ billich wa aber macht ja nichts du hass es ja

Wie macht man das mit so’m Haus in der Schweiz als Prokurist beim Roten Kreuz
Und danke für die Karte aus Florida die müssen ja sehr sozial sein da

Aber reg‘ dich nicht auf sonst kriegst `ne Herzattacke Herzattacke Herzattacke
Reg‘ dich nicht auf sonst kriegst `ne Herzattacke Herzattacke

Mit der Zeit fühlt man das ist wohl so sich sicher und irgendwo
Schleichen sich dann Fehler ein aber bleib‘ entspannt ich kann schweigen

Wie wär’s mit 50 erst mal bar in kleinen Scheinen sag’n wir Januar
Schön adagio bloß nicht zu schnell schließlich brauch ich dich noch mein Goldesel



Abenteuerland
Text & Musik: S. Stoppok

Wenn du nicht verblödest kriegst du hier Probleme
Du bist der Störenfried in der obercoolen Szene
Du wirst geteert gefedert aus der Stadt gejagt
Deine Kinder werden verprügelt und nur weil dich dein Verstand noch plagt

Also reiß‘ dich zusammen Leben ist doch nicht so schwer
Denk einfach geradeaus und nie wieder quer
Mach immer das was alle Anderen auch machen
Wenn einer einen Witz erzählt dann brauchst du nur zu lachen

Stell nichts in Frage das ist gegen die Regel
Trink regelmäßig halt immer deinen Pegel
Dann merkst du schnell daß es gar nicht schlecht ist
Und was früher für dich schrecklich war dir jetzt gerade recht ist

Willkommen hier im Abenteuerland
Wo der letzte Rest Verstand auf mysteriöse Weise verschwand
Leben pur auf der Schmalspur

Hier ist das Leben spannend bist du erst präpariert
Und du brauchst dich nicht zu fragen wohin das alles führt
Endlich kannst du wieder staunen wirst zum kleinen Kind
Stehst da mit große Augen wie die Kinder halt so sind

Überall findest du Spielkameraden
Alle das gleiche Outfit aus dem gleichen Spielzeugladen
Ihr faßt euch an die Hände legt euch für Spaß in Ketten
Mann ist das lustig ein Haufen kleiner Deppen


Alles so schwarz
Text & Musik: B. Conrads/ S. Stoppok

Ich bin ein Typ der seinen Schlaf braucht manchmal mehr als 13 Stunden
Weil mich das Leben einfach zu sehr schlaucht das hab ich immer schon so empfunden
Dann kann’s passier’n daß ich erst nachmittags so richtig in die Gänge komme
Dann schaust du mich an wie ein Prediger machst ein‘ auf fromme Nonne

Wenn ich einen wichtigen Termin verpenn‘ du siehst immer alles so schwarz
Und ich aus lauter Frust dann in die Kneipe renn‘ du machst immer alles gleich schlecht

Wenn ich mal früher wach bin und ich geh dann was spazieren
Weil der Mensch ja frische Luft braucht sonst könnte er gar nicht existieren
Dann meinst du gleich ich würd stiften geh’n mich vor der Arbeit drücken
Das tut mir weh du glaubst es nicht ich könnte heulen in so Augenblicken

Fragt die Polizei mal nach `nem Alibi du siehst immer alles so schwarz
Bleib‘ ich mal weg bis 6 Uhr in der Früh du machst immer alles gleich schlecht

Wenn ich beim Renn‘ unser Geld verwett‘ du siehst immer alles so schwarz
Triffst du mich mit `ner anderen Frau im Bett du machst immer alles gleich schlecht

Nur weil wir schon seit Wochen nicht mehr miteinander reden
Meinst du gleich es ist alles aus das wär‘ für dich kein Leben
Dabei hat es gar nix mit dem Streit zu tun und mit dem kaputten Fenster
Ich hab das Gefühl du siehst allmählich überall Gespenster

Wenn mal ein Teller durch die Gegend fliegt du siehst immer alles so schwarz
Kein Grund daß man gleich Panik kriegt du machst immer alles gleich schlecht


Mit der Zeit
Text & Musik: S. Stoppok

Er geht mit der Zeit davon ist er überzeugt doch die Zeit geht nicht mit ihm
Die Zeit kommt wenn er geht und merkt daß es zu spät ist

Chorus:
Zu spät für das Erste zu spät für das Zweite
Und schon lange zu spät für den Kinderkanal
Zu spät für Beate Uhse und für Schlapplachen am Stück
Zu spät für das große vorgetäuschte Glück

Es gab mal `ne Zeit in der er dachte daß er es geschafft hat
Doch das ist lange her und seine Frau fragt jetzt wohin man ihn gebracht hat

Chorus

Die Zeit wird knapp was geht ab wer hat wen hier in der Zange
Vielleicht ist es auch für sie zu spät für die Prinzessin mit der goldenen Spange

Chorus


WELLNESS (Pommes-Erwin & Wellness-Werner)
Text & Musik: D. Dziuk/ B. Conrads/ S. Stoppok

Vorstadtidylle, das Leben ist zäh. Er sitzt am Tresen, leicht ein‘ im Tee.
Tür geht auf, Mädel kommt rein. Könnt ebensogut jede andere sein.
Das nächste, was er merkt, und das trifft ihn hart: er mit `ner Packung Pampers, vor’m Supermarkt.
Pampers wegen dem Kind, Kind wegen dem Mädel , Mädel wegen dem leicht ein‘ im Tee.

Jetzt braucht er Kohle, das ist der Trick. Wie er’s auch dreht, es gibt kein Zurück.
BMW per Leasing, weg mit der Zündapp. Die Rumjobberei wirft nicht genug ab.
Er braucht jetzt was Solides, und zwar möglichst bald. Er wird Hähnchenvertriebschef beim Wienerwald.
Vertriebschef wegen Geld, Geld wegen Pampers, Pampers wegen Kind, Kind wegen Mädel, Mädel wegen leicht ein' im Tee.

Die Zweiraumwohnung und der Brutzelgestank, machen seine Lady jetzt regelrecht krank.
Das Leben noch vor sich und Großes im Sinn, schmeißt Werner den Krempel beim Wienerwald hin.
Ein Kumpel von früher läuft ihm über’n Weg und die beiden eröffnen jetzt ne Videothek.

...das war der Erwin, Besitzer eines Eck-Imbisses, auch Pommes-Erwin genannt; der hatte gerade
`n paar Mark übrig und war zufällig auf der Suche nach seinem zweiten Standbein.
Videothek wegen Gestank, Gestank wegen Hähnchen, Hähnchen wegen Geld, Geld wegen Pampers, Pampers wegen Kind, Kind wegen Mädel, Mädel wegen leicht ein' im Tee.

Die Sache mit den Videos läßt sich gut an, sie pachten das Ladenlokal nebenan.
Als Übergangslösung zieht erst mal ein „Import & Export – Doktor Häberlein“.
Nur ein Schild an der Tür, und das wundert schon: Sechshundert Heizdecken und ein Telefon.
Häberlein wegen Laden lokal neben Videothek, lauter Heizdecken, jetzt wird’s kompliziert

Die Miete im Rückstand, der Doktor im Bau. Doch dafür gibt’s jetzt Decken von rosa bis blau.
Die schmor’n vor sich hin, bis eines Tag’s wie bestellt, der Werner `ne Wellness-Broschüre erhält.
Nur `ne Postwurfsendung, doch er weiß auf einmal, wie er die Decken jetzt loswird, die Idee ist genial.
Geniale Idee wegen Heizdecken wegen Häberlein wegen Übergangslösung wegen Ladenlokal wegen Videothek wegen Hähnchengestank wegen Wienerwald wegen Kohle wegen Pampers wegen Kind wegen Mädel wegen leicht ein‘ im Tee.

„Jetzt pass‘ mal gut auf, sieh‘ ganz genau hin“ sagt er zu sei’m Partner, dem Pommes-Erwin.
„Wenn die Decken da für Fünfhundert Mark nicht ausseh’n wie uns’re, dann schmeiß‘ ich mich ins Grab.“
„Wir machen auch in Wellness und dumpen die Preise, und wenn die Decken weg sind, geht’s auf große Weltreise.“

Jetzt schneid’n sie die Stecker von den Heizdecken ab und häng’n dafür an jede `ne Art Zertifikat.
Da steht „Reinigt die Aura, schützt die Haut vor Verfall, mit erd-strah-lungs-ab-wie-sen-dem Metall.“
Das Konzept, es geht auf, sie verkaufen wie blöd auf Messen und munter Events rauf und runter, bei PSYCHO Getanze, mit ei’m Wort, das ganze scheinesoterische Sülz-Alphabet.
Hab die Aufzählung vergessen, sind zu viele Worte und ich hab leicht ein‘ im Tee.

Der Erfolg bringt den Erwin auf noch `ne Idee, er streicht seinen Imbiss jetzt beige und rosé.
Hängt Shiva- und Buddha-Figur’n an die Wand & nennt ihn jetzt „Eden“; doch schlichtweg brillant ist sein Einfall, die Pommes einfach umzutaufen, um sie als Energiestäbchen den Leuten teuer zu verkaufen.

Damit hatten sie’s dann endgültig geschafft,
das war der endgültige Durchbruch für unsere beiden Helden.
Und Schwindel hin, Geschäftsidee her,
sie wurden bekannt, nicht zuletzt im Revier
als Pommes-Erwin und Wellness-Werner.
Und waren sogar mal Gast bei Johannes B. Kerner,
aber das ist eine andere Geschichte...also bleiben Sie dran...passen Sie gut auf sich auf...

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