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1Saure Drops und Schokoroll4:484:48TextLucie-Baby und Valentino
mach'n büschen rum im Autokino
in Papas Mercedes Benz, ah
läuft heut was mit Buddy Spencer.
Nebenan sitzt Kurt mit Lola
im Taunus bei 'nem Whisky-Cola
und wie sie lächeln, so hintergründig
Mann, was ist die Welt doch sündig!
I say Sex and Drugs and Rock'n Roll
saure Drops und Schokoroll
hey Mann, was braucht der Mensch noch mehr?
I say Sex and Drugs and Rock'n Roll
saure Drops und Schokoroll
hey Mann, was braucht der Mensch noch mehr?
Schon kurz nach der Wochenschau
nimmt man's nicht mehr so genau
und manche Leute dreh'n schon munter
ihre Liegesitze runter.
Zwischendurch gesalzne Nüsse
zum Knabbern ein paar Zungenküsse
yeah-yeah! I say yeah-yeah!
Zwischendurch gesalzne Nüsse
zum Knabbern ein paar Zungenküsse
yeah-yeah! I say yeah-yeah!
Oh, was bringt das für'nen Spaß
ich lach mich tot Mann, ich mach mich naß!
Auf der Leinwand die volle Aktion
und im Mercedes Satisfaction!
I say Sex and Drugs and Rock'n Roll ...
Film vorbei, das war's nun Puppe
Motor an und ab die Truppe
yeah-yeah! I say yeah-yeah!
Film vorbei, das war's nun Puppe
Motor an und ab die Truppe
yeah-yeah! I say yeah-yeah!Liedtext anzeigen:
2Ausgerechnet jetzt3:243:24TextAusgerechnet jetzt gibt's für Papst und Millionär
plötzlich keine Ausbildungsmöglichkeiten mehr.
Ich werd nie Millionär, ja das ist doch Betrug
dabei wär ich gerade jetzt dafür alt genug!
Ausgerechnet jetzt, wo's richtig losgehn soll,
ausgerechnet jetzt hast du die Schnauze voll
und haust mir einfach ab, total unverschämt!
Dabei hatt' ich mich ausgerechnet jetzt an dich gewöhnt.
Ausgerechnet jetzt werden Autos unmodern,
ausgerechnet jetzt hat man andre Dinge gern.
Warum säubern sie gerade jetzt unsere Städte,
wo ich gerade jetzt das Geld für'n Auto hätte.
Ausgerechnet jetzt liegt die Folkszene im Sterben.
Ich frag' mich bloß, wer erbt die ganzen Lämmerherden?
Ausgerechnet jetzt ist was andres dran,
wo ich gerade jetzt so'n gutes Fingerpicking kann.
Ausgerechnet jetzt lieg' ich im Krankenhaus
und da komm ich wohl lebend nicht mehr raus,
wo ich gerade jetzt auf die Kacke hauen wollte
und im nächsten Monat meine Rente krieg'n sollte.
Ausgerechnet jetzt, das haben die sich fein ausgerechnet!Liedtext anzeigen:
3... den Pabst gesehen2:502:50TextDer Chor, der sing so schön,
so daß ich weinen muß,
wo sind meine Augenwischer?
Zweihundert blütenreine Kinderstimmen,
da dirigiert Herr Gotthilf Fischer, ah.
Da steht wer auf meinem Zeh,
stechend ist der Schmerz.
Heut' isses wurscht, ich laß' ihn stehn,
mir ist so warm um's Herz.
Ja ja ich, ohohoh ich,
ich hab' den Papst gesehn.
Ja ja ich, ohohoh ich,
ich hab' den Papst gesehn.
Böse Zungen sagen, der Papst Woityla,
der liest ganz heimlich Henry Miller.
Und unser Nachbar, der ein Ketzer ist,
der Protestant Jankowski,
der grinst so schmierig und erzählt,
der Papst, der liest Bukowski.
Aber ich, ich glaub' das nicht,
ich hab' den Papst gesehn.
Aber ich, ich glaub' das nicht,
ich hab' den Papst gesehn.
Der eine fliegt im Urlaub runter nach Teneriffa,
der and're nur nach Bayrisch Zell,
ein Dritter gibt sein Geld für Haschisch aus,
das ist ein Kiffer.
Doch jetzt hör' zu, was ich Dir erzähl'!
Ich war in Altötting da
und hat's auch schlimm geregnet,
ich fühl' mich trocken, ich bin warm,
mich hat der Papst gesegnet.
Ja ja mich, ohohoh mich,
mich hat der Papst gesegnet.
Ja ja mich, ohohoh mich,
mich hat der Papst gesegnet.
Jetzt steh' ich schon acht Stunden da und übe Geduld,
zweihundert Meter weg vom Altar.
Der Papst hält seine Predigt
und er hat ja auch recht,
es ist ja wirklich oft ein bißchen schlecht
mit dem Geschlecht.
Und wie ich grad so hinschau, ich armer Sündenmann,
da schaut der Papst grad so zu mir her,
ja der Papst, der Papst schaut mich an.
Ja ja mich, ohohoh mich,
mich hat der Papst gesehn.
Ja ja mich, ohohoh mich,
mich hat der Papst gesehn.
Ja ja mich, ohohoh mich,
mich hat der Papst gesehn.
Ja ja ich, ohohoh ich,
ich hab' den Papst gesehn.Liedtext anzeigen:
4Hart sein3:083:08TextIch hab' mich schon gewundert,
da war ich noch ganz klein.
Und ich fragte meinen Papa:
Papa sag', wie kann das sein.
Daß wir zu Haus' noch immer
kein Fernseh'n haben
und immer noch, ja immer noch
mit dem Pfennig spar'n,
während alle anderen
mit schweren Autos
und den allerschärfsten Frau'n
durch die Gegend fahr'n.
Da wird mein Alter traurig
und er schaut mich an und sagt:
Mein Gott Junge, das ist so,
seit die Menschheit denken kann.
Doch alles, was ich gelernt hab'
in meinem Leben,
jetzt hör' mal gut zu,
das möcht' ich dir mitgeben.
Es gibt Leute, die brauchen
ihr Leben lang nichts mehr tun,
das Geld kommt von alleine,
die machen keinen Finger krumm.
Die verdienen jeden Tag
tausendmal mehr als ich.
Doch hör' gut zu Junge,
zu denen gehörst du nicht.
Du mußt hart, knallhart sein,
damit du auch was kriegst.
Du mußt hart, knallhart sein,
denn geschenkt wird dir hier nichts.
Du mußt hart ...
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5Ehrenmann4:014:01TextBesonders die Frau'n, heißt es, haben Vertrau'n
zu dem Mann mit dem sympathischen Doppelkinn.
Er versteht nicht nur was von gutem Essen,
nein, er hat auch für die Kunst viel Sinn.
Geschmackvoll gekleidet, von vielen beneidet,
so dirigiert er sein Ministerium.
Pünktlich wie immer, Chrombleche schimmern,
fährt seine Limousine vor.
Der Chauffeur beeilt sich, öffnet den Schlag;
seit Stunden wartet ein Kinderchor.
Unter Bravorufen erklimmt er die Stufen,
er ist schon fast oben, da dreht er sich um.
Der Politiker, der lächelt dann;
er lächelt, wie nur er das kann.
Wie der Bursche lächeln kann,
so lächeln kann nur ein Ehrenmann.
Schon in der Jugend war Fleiß seine Tugend.
Erfolge kommen nicht von ungefähr.
Arbeit, sagt er, und noch einmal Arbeit.
Von nichts kommt nichts und dergleichen mehr.
Und man muß wissen, was man will,
jawohl meine Herren, das ist wichtig!
Im letzten Weltkrieg schwärmte er nur vom Endsieg;
da wurde es still, wenn er das Zimmer betrat.
Sollte einer es wagen, was dagegen zu sagen,
dann zeigte er ihn an wegen Landesverrat.
Damals ließ er die Köpfe rollen,
ja er war schon immer überaus tüchtig.
Doch er erinnert sich nicht mehr daran;
er vergißt, so wie nur er das kann.
Wie der Bursche vergessen kann,
so vergessen kann nur ein Ehrenmann.
Das Miezekätzchen liegt am Straßenrand;
es hat nicht nach links und nicht nach rechts geschaut.
Summ, summ summ summt das Bienchen herum, Ginsterkraut.
Dann kommt der Parkplatz an der alten Fabrik
und dann der Holzzaun mit dem Wahlplakat.
Darauf sieht man den Mann mit dem Doppelkinn.
Er sagt, daß der Sozialismus vom Teufel ist.
Zum Glück hab' ich gerade Überdruck,
nun kriegt er sein dummes Grinsen vollgepisst.
Ja man muß wissen, was man will,
jawohl meine Herren, das ist wichtig!
Der Politiker, der glotzt mich an;
so saudumm, wie nur er das kann.
Wie der Bursche glotzen kann,
ehrlich gesagt: Er kotzt mich an!
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6Pappnasen3:283:28TextIch kann sie nicht mehr hör'n
diese zurechtgemchten Herr'n,
die uns erzähl'n,
daß sie nur unser Wohl woll'n.
Diese hohen Persönlichkeiten,
die nur Schwachsinn noch verbreiten
und mit ihren platten Reden
selbst die Dümmsten schon anöden.
Diese Pappnasen,
die uns mit ständig neuen Phrasen
völlig umblasen
und uns ins Chaos rein bugsier'n,
die nur hier rumasen
und wie die blinden Hühner
in den Tod rasen
und sich noch selber applaudier'n dafür.
Die sich grüne Männlein halten,
um zu schützen und zu verwalten,
was sie sich gescheffelt haben
in den letzten dreißig Jahren.
Statt der Regierungsollies
mag ich lieber bunte Lollies,
die kann ich besser vertragen,
die liegen nicht so im Magen
wie diese Pappnasen ...
Die sich auch mal locker kleiden,
in'ner Jeans sich auch mal zeigen,
mit kariertem Hemd und Mütze,
doch im Kopf nur hohle Grütze,
mit der sie sich überbieten,
ständig neuen Mist ausbrüten
und in ihren Prunkpalästen
sich auf unsere Kosten mästen.
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7Großstadtpenner Fred3:523:52TextAm Montagfrüh in Essen auf'm Kennedy-Platz,
da liegt zugedeckt mit der dicken Samstag-WAZ
'n alter Opa auf der Bank und pennt,
während alles sonst zur Arbeit rennt.
Das ist der Großstadtpenner Fred,
seit zwanzig Jahr'n besoff'n
und die Straße ist sein Bett,
die Leute schau'n weg, wenn sie ihn seh'n,
denn daß einer so kaputt ist,
das woll'n sie nicht versteh'n.
Von der Hektik ringsrum und dem ganzen Krach
wird der Freddy dann so langsam wach.
Kauft sich 'ne Fleischwurst und 'ne Pulle Wein
und zieht sich beides erstmal in Ruhe rein.
Das ist der Großstadtpenner Fred ...
Während Preßlufthämmer Löcher in die Straße bohr'n
muß Freddy für sein Mittagessen schnorr'n.
Heute gibt's Pommes mit Soße und 'ner Currywurst,
das gibt beim Freddy immer so'n gesunden Durst.
Das ist der Großstadtpenner Fred ...
Die Sonne geht unter und Freddy's Leber glüht,
er macht sich auf den Weg zum Industriegebiet.
In der alten Ziegelei da gibt's 'nen Ofen,
da kann der Freddy heut' abend prima pofen.
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8Arbeiter1:431:43TextMein Feierabend ist fünf Biere breit,
zwölf Zigaretten hoch
und vierzehn Witze lang.
Mein Arbeitstag
hat viertausend Steine
und ist sechs Fuhren Kiesel schwer
und freitags eine Tüte tief.
Drin steht,
ich hätt' sonst nichts verdient.
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9Nicht ganz echt5:105:10TextDieser blöde Radiowecker von nebenan,
daß der Kerl nicht ohne Lärm aufsteh'n kann.
Jeden Morgen werd' ich von ihm geweckt,
daß ich noch länger penn' will, kriegt er wohl nie gecheckt.
Doch alle Leute sagen, das wär okay,
wenn er nicht aufsteh'n würde, oweh oweh.
Ja was meinst du dazu,
was denkst du denn so?
Für mich ist der Typ wirklich nicht ganz echt,
wirklich nicht ganz echt.
Dafür macht er in der Arbeit überhaupt kein Lärm,
sitzt still im Büro, um seinen Chef nicht zu stör'n.
Ab und zu wird er mal von ihm angeschnauzt,
doch er bleibt still und wartet auf zu Haus'.
Und alle Leute sagen, das wär okay,
wenn er aufmucken würde, oweh oweh.
Ja was meinst du dazu ...
Dann endlich zu Hause brüllt er zurück,
für seine Frau ist der Kerl wirklich kein Glück,
sie schafft sich zuhaus' den ganzen Tag
und kriegt dafür keine müde Mark.
Und alle Leute sagen, das wär okay,
wenn sie nicht aufräumen würde, oweh oweh.
Dieser blöde Radiowecker von nebenan,
daß der Kerl nicht einmal ohne Lärm aufsteh'n kann.
Jeden Morgen werd' ich von ihm geweckt,
daß ich noch länger penn' will, kriegt er wohl nie gecheckt.
Doch alle Leute sagen, das wär okay,
wenn er nicht aufsteh'n würde, oweh oweh.
- 10Taal II3:383:38

