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Saure Drops und Schokoroll

Erschienen am 1. Januar 1982 · 10 Songs · 36:02
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  1. Liedtext anzeigen:
    1Saure Drops und Schokoroll4:48

    Lucie-Baby und Valentino
    mach'n büschen rum im Autokino
    in Papas Mercedes Benz, ah
    läuft heut was mit Buddy Spencer.

    Nebenan sitzt Kurt mit Lola
    im Taunus bei 'nem Whisky-Cola
    und wie sie lächeln, so hintergründig
    Mann, was ist die Welt doch sündig!

    I say Sex and Drugs and Rock'n Roll
    saure Drops und Schokoroll
    hey Mann, was braucht der Mensch noch mehr?
    I say Sex and Drugs and Rock'n Roll
    saure Drops und Schokoroll
    hey Mann, was braucht der Mensch noch mehr?

    Schon kurz nach der Wochenschau
    nimmt man's nicht mehr so genau
    und manche Leute dreh'n schon munter
    ihre Liegesitze runter.

    Zwischendurch gesalzne Nüsse
    zum Knabbern ein paar Zungenküsse
    yeah-yeah! I say yeah-yeah!
    Zwischendurch gesalzne Nüsse
    zum Knabbern ein paar Zungenküsse
    yeah-yeah! I say yeah-yeah!

    Oh, was bringt das für'nen Spaß
    ich lach mich tot Mann, ich mach mich naß!
    Auf der Leinwand die volle Aktion
    und im Mercedes Satisfaction!

    I say Sex and Drugs and Rock'n Roll ...

    Film vorbei, das war's nun Puppe
    Motor an und ab die Truppe
    yeah-yeah! I say yeah-yeah!
    Film vorbei, das war's nun Puppe
    Motor an und ab die Truppe
    yeah-yeah! I say yeah-yeah!

  2. Liedtext anzeigen:
    2Ausgerechnet jetzt3:24

    Ausgerechnet jetzt gibt's für Papst und Millionär
    plötzlich keine Ausbildungsmöglichkeiten mehr.
    Ich werd nie Millionär, ja das ist doch Betrug
    dabei wär ich gerade jetzt dafür alt genug!

    Ausgerechnet jetzt, wo's richtig losgehn soll,
    ausgerechnet jetzt hast du die Schnauze voll
    und haust mir einfach ab, total unverschämt!
    Dabei hatt' ich mich ausgerechnet jetzt an dich gewöhnt.

    Ausgerechnet jetzt werden Autos unmodern,
    ausgerechnet jetzt hat man andre Dinge gern.
    Warum säubern sie gerade jetzt unsere Städte,
    wo ich gerade jetzt das Geld für'n Auto hätte.

    Ausgerechnet jetzt liegt die Folkszene im Sterben.
    Ich frag' mich bloß, wer erbt die ganzen Lämmerherden?
    Ausgerechnet jetzt ist was andres dran,
    wo ich gerade jetzt so'n gutes Fingerpicking kann.

    Ausgerechnet jetzt lieg' ich im Krankenhaus
    und da komm ich wohl lebend nicht mehr raus,
    wo ich gerade jetzt auf die Kacke hauen wollte
    und im nächsten Monat meine Rente krieg'n sollte.

    Ausgerechnet jetzt, das haben die sich fein ausgerechnet!

  3. Liedtext anzeigen:
    3... den Pabst gesehen2:50

    Der Chor, der sing so schön,
    so daß ich weinen muß,
    wo sind meine Augenwischer?
    Zweihundert blütenreine Kinderstimmen,
    da dirigiert Herr Gotthilf Fischer, ah.
    Da steht wer auf meinem Zeh,
    stechend ist der Schmerz.
    Heut' isses wurscht, ich laß' ihn stehn,
    mir ist so warm um's Herz.

    Ja ja ich, ohohoh ich,
    ich hab' den Papst gesehn.
    Ja ja ich, ohohoh ich,
    ich hab' den Papst gesehn.

    Böse Zungen sagen, der Papst Woityla,
    der liest ganz heimlich Henry Miller.
    Und unser Nachbar, der ein Ketzer ist,
    der Protestant Jankowski,
    der grinst so schmierig und erzählt,
    der Papst, der liest Bukowski.

    Aber ich, ich glaub' das nicht,
    ich hab' den Papst gesehn.
    Aber ich, ich glaub' das nicht,
    ich hab' den Papst gesehn.

    Der eine fliegt im Urlaub runter nach Teneriffa,
    der and're nur nach Bayrisch Zell,
    ein Dritter gibt sein Geld für Haschisch aus,
    das ist ein Kiffer.
    Doch jetzt hör' zu, was ich Dir erzähl'!
    Ich war in Altötting da
    und hat's auch schlimm geregnet,
    ich fühl' mich trocken, ich bin warm,
    mich hat der Papst gesegnet.

    Ja ja mich, ohohoh mich,
    mich hat der Papst gesegnet.
    Ja ja mich, ohohoh mich,
    mich hat der Papst gesegnet.

    Jetzt steh' ich schon acht Stunden da und übe Geduld,
    zweihundert Meter weg vom Altar.
    Der Papst hält seine Predigt
    und er hat ja auch recht,
    es ist ja wirklich oft ein bißchen schlecht
    mit dem Geschlecht.
    Und wie ich grad so hinschau, ich armer Sündenmann,
    da schaut der Papst grad so zu mir her,
    ja der Papst, der Papst schaut mich an.

    Ja ja mich, ohohoh mich,
    mich hat der Papst gesehn.
    Ja ja mich, ohohoh mich,
    mich hat der Papst gesehn.
    Ja ja mich, ohohoh mich,
    mich hat der Papst gesehn.

    Ja ja ich, ohohoh ich,
    ich hab' den Papst gesehn.

  4. Liedtext anzeigen:
    4Hart sein3:08

    Ich hab' mich schon gewundert,
    da war ich noch ganz klein.
    Und ich fragte meinen Papa:
    Papa sag', wie kann das sein.

    Daß wir zu Haus' noch immer
    kein Fernseh'n haben
    und immer noch, ja immer noch
    mit dem Pfennig spar'n,
    während alle anderen
    mit schweren Autos
    und den allerschärfsten Frau'n
    durch die Gegend fahr'n.

    Da wird mein Alter traurig
    und er schaut mich an und sagt:
    Mein Gott Junge, das ist so,
    seit die Menschheit denken kann.

    Doch alles, was ich gelernt hab'
    in meinem Leben,
    jetzt hör' mal gut zu,
    das möcht' ich dir mitgeben.

    Es gibt Leute, die brauchen
    ihr Leben lang nichts mehr tun,
    das Geld kommt von alleine,
    die machen keinen Finger krumm.
    Die verdienen jeden Tag
    tausendmal mehr als ich.
    Doch hör' gut zu Junge,
    zu denen gehörst du nicht.

    Du mußt hart, knallhart sein,
    damit du auch was kriegst.
    Du mußt hart, knallhart sein,
    denn geschenkt wird dir hier nichts.

    Du mußt hart ...
     

  5. Liedtext anzeigen:
    5Ehrenmann4:01

    Besonders die Frau'n, heißt es, haben Vertrau'n
    zu dem Mann mit dem sympathischen Doppelkinn.
    Er versteht nicht nur was von gutem Essen,
    nein, er hat auch für die Kunst viel Sinn.
    Geschmackvoll gekleidet, von vielen beneidet,
    so dirigiert er sein Ministerium.

    Pünktlich wie immer, Chrombleche schimmern,
    fährt seine Limousine vor.
    Der Chauffeur beeilt sich, öffnet den Schlag;
    seit Stunden wartet ein Kinderchor.
    Unter Bravorufen erklimmt er die Stufen,
    er ist schon fast oben, da dreht er sich um.

    Der Politiker, der lächelt dann;
    er lächelt, wie nur er das kann.
    Wie der Bursche lächeln kann,
    so lächeln kann nur ein Ehrenmann.

    Schon in der Jugend war Fleiß seine Tugend.
    Erfolge kommen nicht von ungefähr.
    Arbeit, sagt er, und noch einmal Arbeit.
    Von nichts kommt nichts und dergleichen mehr.
    Und man muß wissen, was man will,
    jawohl meine Herren, das ist wichtig!

    Im letzten Weltkrieg schwärmte er nur vom Endsieg;
    da wurde es still, wenn er das Zimmer betrat.
    Sollte einer es wagen, was dagegen zu sagen,
    dann zeigte er ihn an wegen Landesverrat.
    Damals ließ er die Köpfe rollen,
    ja er war schon immer überaus tüchtig.

    Doch er erinnert sich nicht mehr daran;
    er vergißt, so wie nur er das kann.
    Wie der Bursche vergessen kann,
    so vergessen kann nur ein Ehrenmann.

    Das Miezekätzchen liegt am Straßenrand;
    es hat nicht nach links und nicht nach rechts geschaut.
    Summ, summ summ summt das Bienchen herum, Ginsterkraut.
    Dann kommt der Parkplatz an der alten Fabrik
    und dann der Holzzaun mit dem Wahlplakat.

    Darauf sieht man den Mann mit dem Doppelkinn.
    Er sagt, daß der Sozialismus vom Teufel ist.
    Zum Glück hab' ich gerade Überdruck,
    nun kriegt er sein dummes Grinsen vollgepisst.
    Ja man muß wissen, was man will,
    jawohl meine Herren, das ist wichtig!

    Der Politiker, der glotzt mich an;
    so saudumm, wie nur er das kann.
    Wie der Bursche glotzen kann,
    ehrlich gesagt: Er kotzt mich an!
     

  6. Liedtext anzeigen:
    6Pappnasen3:28

    Ich kann sie nicht mehr hör'n
    diese zurechtgemchten Herr'n,
    die uns erzähl'n,
    daß sie nur unser Wohl woll'n.
    Diese hohen Persönlichkeiten,
    die nur Schwachsinn noch verbreiten
    und mit ihren platten Reden
    selbst die Dümmsten schon anöden.

    Diese Pappnasen,
    die uns mit ständig neuen Phrasen
    völlig umblasen
    und uns ins Chaos rein bugsier'n,
    die nur hier rumasen
    und wie die blinden Hühner
    in den Tod rasen
    und sich noch selber applaudier'n dafür.

    Die sich grüne Männlein halten,
    um zu schützen und zu verwalten,
    was sie sich gescheffelt haben
    in den letzten dreißig Jahren.
    Statt der Regierungsollies
    mag ich lieber bunte Lollies,
    die kann ich besser vertragen,
    die liegen nicht so im Magen

    wie diese Pappnasen ...

    Die sich auch mal locker kleiden,
    in'ner Jeans sich auch mal zeigen,
    mit kariertem Hemd und Mütze,
    doch im Kopf nur hohle Grütze,
    mit der sie sich überbieten,
    ständig neuen Mist ausbrüten
    und in ihren Prunkpalästen
    sich auf unsere Kosten mästen.
     

  7. Liedtext anzeigen:
    7Großstadtpenner Fred3:52

    Am Montagfrüh in Essen auf'm Kennedy-Platz,
    da liegt zugedeckt mit der dicken Samstag-WAZ
    'n alter Opa auf der Bank und pennt,
    während alles sonst zur Arbeit rennt.

    Das ist der Großstadtpenner Fred,
    seit zwanzig Jahr'n besoff'n
    und die Straße ist sein Bett,
    die Leute schau'n weg, wenn sie ihn seh'n,
    denn daß einer so kaputt ist,
    das woll'n sie nicht versteh'n.

    Von der Hektik ringsrum und dem ganzen Krach
    wird der Freddy dann so langsam wach.
    Kauft sich 'ne Fleischwurst und 'ne Pulle Wein
    und zieht sich beides erstmal in Ruhe rein.

    Das ist der Großstadtpenner Fred ...

    Während Preßlufthämmer Löcher in die Straße bohr'n
    muß Freddy für sein Mittagessen schnorr'n.
    Heute gibt's Pommes mit Soße und 'ner Currywurst,
    das gibt beim Freddy immer so'n gesunden Durst.

    Das ist der Großstadtpenner Fred ...

    Die Sonne geht unter und Freddy's Leber glüht,
    er macht sich auf den Weg zum Industriegebiet.
    In der alten Ziegelei da gibt's 'nen Ofen,
    da kann der Freddy heut' abend prima pofen.
     

  8. Liedtext anzeigen:
    8Arbeiter1:43

    Mein Feierabend ist fünf Biere breit,
    zwölf Zigaretten hoch
    und vierzehn Witze lang.

    Mein Arbeitstag
    hat viertausend Steine
    und ist sechs Fuhren Kiesel schwer
    und freitags eine Tüte tief.
    Drin steht,
    ich hätt' sonst nichts verdient.
     

  9. Liedtext anzeigen:
    9Nicht ganz echt5:10

    Dieser blöde Radiowecker von nebenan,
    daß der Kerl nicht ohne Lärm aufsteh'n kann.
    Jeden Morgen werd' ich von ihm geweckt,
    daß ich noch länger penn' will, kriegt er wohl nie gecheckt.
    Doch alle Leute sagen, das wär okay,
    wenn er nicht aufsteh'n würde, oweh oweh.

    Ja was meinst du dazu,
    was denkst du denn so?
    Für mich ist der Typ wirklich nicht ganz echt,
    wirklich nicht ganz echt.

    Dafür macht er in der Arbeit überhaupt kein Lärm,
    sitzt still im Büro, um seinen Chef nicht zu stör'n.
    Ab und zu wird er mal von ihm angeschnauzt,
    doch er bleibt still und wartet auf zu Haus'.
    Und alle Leute sagen, das wär okay,
    wenn er aufmucken würde, oweh oweh.

    Ja was meinst du dazu ...

    Dann endlich zu Hause brüllt er zurück,
    für seine Frau ist der Kerl wirklich kein Glück,
    sie schafft sich zuhaus' den ganzen Tag
    und kriegt dafür keine müde Mark.
    Und alle Leute sagen, das wär okay,
    wenn sie nicht aufräumen würde, oweh oweh.

    Dieser blöde Radiowecker von nebenan,
    daß der Kerl nicht einmal ohne Lärm aufsteh'n kann.
    Jeden Morgen werd' ich von ihm geweckt,
    daß ich noch länger penn' will, kriegt er wohl nie gecheckt.
    Doch alle Leute sagen, das wär okay,
    wenn er nicht aufsteh'n würde, oweh oweh.
     

  10. 10Taal II3:38