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1Sansibar4:084:08TextWillkommen an Bord hier alles klar
wärst du fertig für die Reise nach Sansibar
sind die Leinen los, wird der Mond dich sehen
wird ein sehr sehr altes Karussell sich drehen
die Sonne schien - vor deiner Zeit auf die großen
Unbekannten der Vergangenheit
ist Dir klar genug, wie man Wörter wählt
wenn man Westen trifft, bei denen jedes zählt
sind die Sinne scharf, bist du aufgeräumt
oder wach genug wenn der Rest nur träumt
wirst du wirklich wissen, wer gelandet ist
wer du vorher warst & wer du vielleicht bist
du brauchst kein Ticket hier an Deck
egal, ob Koffer oder Handgepäck
nimm, was du willst, es geht umsonst
solange du es auch selber tragen kannst
willkommen an Bord hier alles klar
wärst du fertig für ne Reise nach Sansibar
sind die Leinen los, wird der Mond dich sehen
wird ein sehr sehr altes Karussell sich drehen
brauch keinen Besen, der hier fegt
und keine ZeitGeistZeitung, um zu wissen was die Uhr schlägt.
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2Schwafel nicht4:564:56TextSchwafel nicht rum, es wird ja dadurch nicht besser
Mach nicht auf lieb und wetz schon heimlich deine Messer
Wen willst du beruhigen außer dich selbst
Es wird bitter, wenn du eines Tages feststellst
Daß du die Bestie bist, die nach Blut schreit
nicht dein dummer Nachbar, es ist bald an der Zeit
Wo kein Sado Maso Club mehr deine Gier in den Griff kriegt
und vergoldet und dir's genügt
wenn man dir was hinten reinschiebt
Jeder Skandal, den du ganz heldenhaft aufdeckst
ist am Ende dein eigener und um einiges schlimmer
als der, den du dem anhängst, der vielleicht nur versucht hat
ganz ehrlich zu finden, was er einmal verloren hat
Zerleg mal dein Kleinhirn und du wirst dich dann fragen
Was die Eier da treiben und das nicht nur seit Ostern
Ob das Huhn wohl zuerst war und der Sinn des Lebens
vielleicht doch nur darin besteht
Daß man dir alles hinten reinschiebt
Nenn dich ruhig cool, aber trag deinen Krampf mit Würde
Du mußt nicht alles begreifen, jeder hat seine Hürde
Seine Grenzen und Mauern und die sind ja auch nötig
aber trotz alledem wäre es ja auch möglich
Kleine Türen und Fenster in die Mauern zu schlagen
und ab und zu mal einen kleinen oder großen Blick zu wagen
um zu sehen, was es noch außer Jugend und Schönheit
und Fortschritt und Kampfgeist auf dieser Welt gibt
Jetzt hör auf zu jammern, das kann ja keiner ertragen
Als müßtest du dich mit dem Elend dieser Welt alleine rumplagen
Als ob deine harten durchtrainierten Schultern alles halten
Und du einsam und allein an den langen und den kalten
Wintertagen dasitzt voll von großen Gedanken
ganz genau weißt, wodran die meisten Dinge hier kranken
Daß es keinen auf dieser Welt gibt, der dir, dem großen Helden
alles hinten reinschiebtLiedtext anzeigen:
3...und retour (Nur mit dir)3:263:26TextDer Regen perlt an den Fensterscheiben
Glaub mir, ich wollte schon lange mal schreiben
Es kam genau so, wie Janine es nicht wollte
Ich war stur wie ein Panzer, doch der Rubel rollte
Ich versprach ihr 6 Wochen in Formentera
Und fuhr stattdessen nach London mit Vera
Im letzten Moment der Schlag in den Nacken
Sonst würd ich noch heute tagtäglich versacken
Mir dir von hier bis ans Ende der Welt und retour
und nicht eine Spur von Haß
Mit dir von hier bis ans Ende der Welt und retour
Und nicht eine Spur von Haß für das mit Janine und dem Geld
Zurück in die Heimat bin ich erst mal geschlittert
Du hast mich gestützt, buchstäblich gefüttert
Heut muß ich lachen, was für ein Wirrwarr
Ob's wegen dir, Janine oder mir war
Es schien so, als wäre im Grund genommen
Jeder mit jedem auf den Hund gekommen
Mit dir von hier ...
Der Regen perlt an den Fensterscheiben
Glaub mir, ich wollte schon lange mal schreiben
Wie es Janine und dem Kind geht, wollte ich fragen
Und irgendwie nachträglich Dankeschön sagen
Hier hab ich jetzt Ruhe, mehr als mir recht ist
Die Erinnerung, das perverse Gedächtnis
Mit dir von hier ...Liedtext anzeigen:
4Modern, Modern2:292:29TextDie Mode, die wechselt. Bedarf wird geweckt.
Mal mit und mal ohne. Mal frei, mal bedeckt.
Mal Sex, mal Romantik. Mal mager, mal rund.
Mal länger, mal kürzer. Mal farbig, mal bunt.
Mal Kurven, mal Kanten. Ein Kommen und Gehn.
Man kann sich nicht wehren. Was heute noch schön,
Ist morgen unmöglich. Es ändert sich schnell
die Meinung, die Farbe, der Stoff, das Modell.
In all dem Gerenne, da ist es geschehn:
Da blieb plötzlich einer konsumwidrig stehn.
Er blickte verzweifelt und fragte: warum
rennt der Mensch wie ein Hammel, warum nur, warum?
Die Herde gab Antwort,
Ganz offen und frei:
Man fand ihn dann später
Zertreten zu Brei.
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5Lied von den grinsenden Fischen2:162:16TextUnd der Käpt'n sagt noch, wir haben alles im Griff
Doch dann war die Sache mit dem Riff und dem Schiff
Und eh überhaupt jemand etwas begriff
Ging es schon unter
Wer Glück hatte und einen alten Balken erwischte
Konnt noch hoffen, daß man ihn aus der Brühe fischte
er durfte noch ein bißchen durch die Gegend treiben
aber auch nicht mehr lange
Blubb blubb unter geht's
die Fische haben Spaß
Sie können ein Grinsen nicht verkneifen
bei soviel frischem Fraß
Die Mütze vom Käpt'n treibt noch immer umher
den Namen von dem Schiff erkennt man fast nicht mehr
ein paar Möwen ruhen sich ab und zu auf ihr aus
Ansonsten im Westen nichts Neues
Blubb blubb unter geht's ...
Blubb blubb die Fische sind
in ihrem Element
Nach langen Hungerjahren
gibt's für sie ein Happy EndLiedtext anzeigen:
6Du in Schuld3:303:30TextMir geht's gut und du bist Schuld
Mir platzt kein Kragen, mir fehlt nicht die Geduld
Ich bin ausgeglichen, das ist dein Verdienst
Wehe, wehe, wenn du jetzt grinst
Ich hab keine Probleme und Schuld bist du
Ich seh alles rosa, mich drückt kein Schuh
Es ist nicht meine Ar, alles positiv zu sehn
Doch im Moment find ich alles nur noch schön
Wenn du jetzt noch zu mir sagst
daß für dich das auch so wär
wär das Schwere von vorher
überhaupt nicht mehr schwerLiedtext anzeigen:
7High o pie (How Up Do)3:473:47TextAuf der Bananenschale, die du weggeworfen hast
Rutschen andere Leute aus
Du hast was verpaßt
Du sitzt im falschen Zug, bloß weißt du's noch nicht
Am Schluß stehst du da und machst ein dummes Gesicht
How up ...
Von gar nix ne Ahnung und zu allem eine Meinung
Du denkst dir, das wär nur ne Zeiterscheinung
Laß dir diesen Zahn doch besser einmal ziehen
Was du redest, ist doch nicht auf deinem Mist gewachsen
Laß doch die Faxen, du Komiker, du komischer
Lügenphilharmoniker Seifenopernblasenbläser
How up ...
In deiner Birne hinter deiner Stirne
Ist unter Umständen noch ein Millimeter Platz
Merk dir den Satz, wenn du kannst
Wenn du nicht kannst, tut es mir leid
Um die Zeit, die ich hier vergeud' paß auf
How up ...
Noch seid ihr, dein Hund und du, ein Pärchen
Nur ihr lebt im falschen Märchen
Eßt zuviel Gummibärchen
Wenn ihr merkt, wie die kleben
seid ihr nicht mehr lang am Leben
Ihr rapt ein bißchen hier, rapt ein bißchen da
Eure Stiefel stehn in Deutschland, euer Kopf in USA
Issa bessa wissa Rapper, issa imma gut drauf
hatta Pappa viel Geld, issa imma gut drauf
How up ...Liedtext anzeigen:
8Eine Schnulze2:532:53TextEine Schnulze ist ein Krimi, wenn man sie selber erlebt
wenn man 15 cm über'm Boden schwebt
wenn man garnichts mehr im Kopf hat
außer dem, was gestern abend
zwischen dir und mir ...
Wenn man Flügel kriegt und lernt auf einmal zu fliegen
den Blues und sogar die Schwerkraft zu besiegen
und alles nur deswegen, weil wir zwei da gestern abend ...
Aber das ist nur der Anfang dieser schmalzigen Geschichte
ab morgen hebe ich noch viel schwerere Gewichte
ein Zentner ist ein Gramm, eine Tonne ist ein Kilo ...
Im Kino läuft ein Film, den ich immer schon verpaßt hab
nach all den Jahren fällt für mich diese Last ab
denn diesen Film hab ich jetzt selber erlebt
wenn man 15 cm über'm Boden schwebt
wenn man garnichts mehr im Kopf hat
außer dem, was gestern abend
zwischen dir und mir ...
Aber das ist nicht das Ende dieser schmalzigen Geschichte
ab morgen schreibe ich noch schönere Gedichte
ich weiß noch nicht genau, wovon sie handeln
doch ich weiß, sie werden Arschlöcher in nette Jungs verwandeln ...
Eine Schnulze ist ein Krimi ...
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9Affen in Ruh3:563:56TextHallo, hallo, was is'n eigentlich los
Warum sitzt der Vogel da auf deinem Schoß
Was machen die Bananen auf dem HiFi-Turm
Warum sind auf dem Teppich Elefantenspur'n
Was sind das für Geräusche und wo kommen die her
Sei so gut, erklär es mir, sonst lieb ich dich nicht mehr
Der Tiger, der Tiger da, der nervt mich tierisch an
Sag ihm, er soll schlafen gehn, ich möchte an den Kühlschrank ran
Laß meinen Affen in Ruh
Jetzt geh mir mit dem Nilpferd weg
Ich denk, daß ich bald nichts mehr check
Wieso ist hier ein Storchennest
Du glaubst garnicht, wie mich das alles streßt
Erklär mich doch, was hier vor sich geht
Oder wenigstens, worum es sich eigentlich dreht
Aber hör endlich auf, mich anzuschrein
Und sowieso, nimm deinen Zoo und laß mich allein
Laß meinen Affen in RuhLiedtext anzeigen:
10Adam und Eva3:453:45TextDaß Adam und Eva verjagt worden sind
aus dem Garten Eden, das lernt man als Kind
doch sie gingen freiwillig in Wirklichkeit
sie konnten nicht mehr, sie waren es leid
Eva jobbt im Hotel in der Schweiz
während er durch obskure Kneipen kreuzt
sie träumen noch manchmal vom Paradies
bloß haben sie vergessen, wie die Adresse hieß
Sie lebten nicht schlecht von der Hand in den Mund
in Frieden und Freuden und mit einem Hund
was gut war, war gut und was schlecht war, egal
keine Decke zu kurz und kein Bett war zu schmal
ihre Hoffnung war unendlich, ihre Ehe war wild
sie bekreuzigten sich unterm Marienbild
sie wußten, sie waren im Paradies
und es war ganz egal, wie der Vermieter hieß
Sie genossen ihr Charlie Chaplin Idyll
sollten Kinder kommen, wenn der Herrgott es will
es ging aufwärts und abwärts und trotz alledem
immer weiter und weiter und wurde bequem
mit Kühlschrank, Toaster und Fernsehgerät
und Kontoauszügen abends spät
wenn Adam die Blicke wandern ließ
sah er die Gitter rund ums Paradies
Die Versuchung war zehnmal stärker als er
eine Stimme so süß, Hey komm doch mal her
wie ein Dieb in der Nacht stieg er über den Zaun
und so ist er dann noch oft abgehaun
was er erlebte, man weiß es nicht genau
ein Hotelbett, ein Vollrausch, irgendeine Frau
er fühlte sich nackt und stank nach Anis
wenn er zurückschlich zum Paradies
Karfreitag Karsamstag der Krieg brach aus
mittags stellte Eva die Koffer vor's Haus
was gut war, war nicht mehr gut genug
und um viertel vor vier ging schon ihr Zug
und was er schon ein Jahr lang verschwieg
schrie laut in ihm auf, aber da stieg
sie schon in's Taxi und er kapierte
daß man im Paradies nichts verheimlichen kann
Daß Adam und Eva verjagt worden sind
aus dem Garten Eden, das lernt man als Kind
doch sie gingen freiwillig in Wirklichkeit
sie gingen freiwillig, sie waren es leid
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11Hieb5:225:22Text
Tequilla an der Theke
Stress und Punk mit jedem
das Pferd vor der Apotheke
benimmt sich voll daneben
Tequilla auf dem Boden
ein neuer ist in Order
ich fang gleich an zu jodeln
Gib gib gib gib
Gib mir den Hieb
Tequilla viel zu viela
der Kreislauf wird labila
die Theke immer länger
der Ausgang immer enger
Gib gib gib gib
Gib mir den Hieb
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12Wer mir fehlte3:113:11TextIch sah die Würfel fallen
es war ein Sechserpasch
ich ließ die Korken knallen
ließ die Puppen tanzen
und merkte im Nu
wer mir fehlte, wer mir fehlte, warst du
Als die Spritze dann wirkte
und der Schmerz ließ schon nach
als ich fast nichts mehr merkte
das Stück war zu Ende
der Vorhang ging zu
wer mir fehlte, wer mir fehlte, warst du
Ich dachte, was zum Teufel,
zum Teufel, was willst du noch
woher kamen die Zweifel
ich fragte mich, Junge,
wo drückt der Schuh
Wer mir fehlte, wer mir fehlte, warst du
Die Nachtigallen sangen
unter dem Silbermond
Elfenchöre erklangen
ich war pünktlich da
zum Rendezvous
Doch wer fehlte, wer fehlte, warst duLiedtext anzeigen:
13Silber4:474:47TextWenn nur einer so wär, wie sie alle so tun
fähig zu dem, was er von anderen verlangt
ich würd ihn begrüssen, wie ein Prinz vor dem Thron
gäb' ihm mein Silber direkt in die Hand
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14Erzähl's dein Frisör3:253:25TextDu hast wieder Stress mit Inge
Erzähl's ...
diesmal geht's um andere Dinge
Erzähl's
um die Blumen und die Eckbank
Erzähl's
um den neuen Wohnzimmerschrank
Erzähl's
die hätte gerne einen purpurrot lackierten
du hingegen hättest lieber einen schönen antiken
du sagst, beim Nachbar ein Stock tiefer
da hängt der Segen immer schiefer
da hört man komische Geräusche
Ich glaub nicht, daß ich mich täusche
wenn ich sage, daß du deine Nase viel zu tief
in Sachen, die dich garnichts angehen, reinsteckst
Ja, du kennst ganz berühmte Leute
und wenn du wolltest, könntest du heute
mit allen großen Stars der Szene
ein' trinken gehn, ohne Probleme
Ich glaube, daß dir garnicht klar ist
was dein Mund so alles für ein Müll
den lieben langen Tag fabriziert

